Rezeptbuch von Dr. Johanna Budwig.

Dr. Johanna Budwig: Die Entdeckerin natürlicher Gesundheit.

„Was wahr ist, soll wahr bleiben.“

Es kann nur ein fester Glaube wie dieser sein, der einen Menschen fast ein Jahrhundert lang unbeirrt seinen Weg gehen lässt – in der Hoffnung, dass die Wahrheit am Ende siegt.
Wollte man Dr. Johanna Budwigs Leben in einem einzigen Satz auf den Punkt bringen, dann trifft es dieses persönliche Zitat und Lebensmotto wohl am besten. Denn genau das war ihr Leben: Ein Kampf für die Wahrheit. Den sie mutig führte wie David gegen Goliath. Denn wie schon so viele überragende Köpfe vor ihr musste auch sie feststellen: Wer Großes bewegen will, schafft sich unter Umständen mächtige Gegner.

Als sie im Alter von 94 Jahren für immer die Augen schließt, sogar einmal für den Nobelpreis der Medizin nominiert, hat sie praktisch bis zu ihrem letzten Atemzug für die Rückkehr zu einem traditionellen und gänzlich natürlichen Ernährungs- und Lebensstil gekämpft. Und dabei die gängigen Konsumgewohnheiten der westlichen Industriegesellschaften in Frage gestellt. Ihr Ziel: Den Weg zu ebnen für eine gesündere Gesellschaft. Mit Menschen, die sich so ernähren, dass Körper und Seele keinen Schaden nehmen, sondern wie von Mutter Natur vorgesehen, Energie gewinnen. Denn genau das waren Lebensmittel für die promovierte Wissenschaftlerin: Energieträger. Eine revolutionäre Idee, die in der milliardenschweren, von wenigen Weltkonzernen beherrschten Nahrungsmittelindustrie nicht jedem schmeckte, wie man sich nur allzu gut vorstellen kann. Denn bereits in den fünfziger Jahren erkannte Johanna Budwig, dass die damals neu aufkommenden Ernährungstrends, die sich heute weltweit durchgesetzt haben – haltbar gemachte Streichfette wie Margarine, ultrahoch erhitzte, pulverisierte, konservierte und tiefgekühlte Fertignahrungsmittel sowie Fast-Food – der falsche Weg waren. Johanna Budwig war aus tiefster Seele überzeugt davon, dass diese Lebensmittel, die in ihrem Sinne keine Lebensmittel waren, sondern bestenfalls Hungerstiller, innerhalb weniger Jahrzehnte dazu führen würden, dass sich Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Herzkreislauferkrankungen oder Diabetes wie ein Lauffeuer ausbreiten.
Nicht nur in diesem Punkt sollte sie recht behalten.

Abgelehnt, angefeindet und bekämpft von einer übermächtigen Nahrungsmittelindustrie beschließt sie, ihr Leben und ihre ganze Kraft, von der sie nachweislich eine gehörige Portion besaß, der Aufgabe zu widmen, einen Plan für eine gesunde, natürliche Ernährung zu entwickeln: Das Prinzip der guten Fette. Denn eines wird ihr bereits am Anfang ihrer lebenslangen Forschungsarbeit klar: Der Weg, wie sich unsere Gesellschaft seit dem Ende des zweiten Weltkriegs bis heute ernährt, macht die Menschen krank.

Kurz gesagt: Sie hatte sich einiges vorgenommen. Und das in Zeiten, als Frauen für gewöhnlich nicht an Universitäten studierten, promovierten und forschten, sondern an Heim und Herd gefesselt waren. Denn wenn eines damals noch sehr viel mehr galt als heute, dann dieses:

Anfang des 20. Jahrhunderts benötigten Frauen zwei Eigenschaften, um studieren und eine Karriere einschlagen zu können:
Einen brillanten Verstand und das Herz einer Löwin.

Wie gut, dass Johanna Budwig genau diese Eigenschaften im Übermaß besaß. Und doch sollte sich ihr Weg zu einer international anerkannten Forscherin und Wissenschaftlerin keinesfalls als ein Sonntagsspaziergang herausstellen, sondern als überaus steinig und mühsam erkämpft.

Wer hätte an einen solch turbulenten Werdegang gedacht, als Johanna Budwig am 30. September 1908 in Essen an der Ruhr als Tochter von Elisabeth und Hermann Budwig das Licht der Welt erblickt. Zufall oder Schicksal? Im Nachhinein erscheint es fast wie ein Zeichen, dass genau in diesem Jahr Frauen erstmals deutschlandweit zum Studium zugelassen werden. Ein gesellschaftlicher Meilenstein, ohne den die erfolgreiche Wissenschaftskarriere, die Johanna später einschlagen soll, nicht möglich gewesen wäre.

Doch bevor sich ihr die ersten Türen öffnen, trifft das junge Mädchen der härteste Schicksalsschlag, den ein Kind sich überhaupt nur ausmalen kann: Sie verliert ihre Eltern. Im Alter von nur zwölf Jahren stirbt ihre Mutter, und ihr Vater – ein einfacher, hart arbeitender Mechaniker – sieht keinen anderen Ausweg, als seine Tochter in die Obhut der Diakonissen in Kaiserswerth zu geben. Um die nackte Existenz kämpfend, bleibt ihm keine freie Minute für sein Kind.

Früher als für ein Mädchen ihres Alters seelisch zu verkraften, gelangt Johanna an den ersten dramatischen Wendepunkt ihres noch jungen Lebens: Sie verliert ihre geliebte Familie und ihr Zuhause. Ein Verlust, der sich als seelisches Schlüsselerlebnis herausstellen soll, von dem sie sich zeitlebens nicht erholen wird. Offiziell Halbwaise, praktisch jedoch auf sich selbst gestellt, wächst sie im Waisenhaus der Diakonissenanstalt Kaiserswerth auf.

Ohne Fleiß kein Preis, ohne Stärke kein Erfolg    

Dieses neue Motto soll Johanna von nun an ein Leben lang begleiten. Sie nimmt sich vor, klüger, besser und stärker zu sein als alle anderen. Ihr Überlebensrezept: Fleiß und Fakten, Fakten, Fakten. Das vormals so aufgeschlossene, optimistische Mädchen verwandelt sich in eine kühle, unnahbare junge Frau, die versucht, ihre Gefühlswelt auf ein Minimum zu reduzieren. Logik statt Lebenslust – Verstand statt Emotionen. Es ist die harte Schule des Lebens, die sie diesen Weg einschlagen lässt. Ein Weg, der dafür sorgen wird, dass sie sich mit aller Kraft auf ihre Karriere konzentriert. Noch ahnt sie nicht, wie hoch der Preis ist, den sie dafür bezahlen wird.

Doch ihre Ambitionen gehen vor: Ihre Begabungen und Fähigkeiten tragen sie geradlinig wie auf Schienen durch die Schulzeit und wecken ihren Forschergeist. Was das betrifft, ist sie zur rechten Zeit am rechten Ort: Der erste Weltkrieg ist beendet, die Menschen atmen auf – und Forschung und Wissenschaft erleben eine neue Blüte in der Weimarer Republik. Jeder dritte Nobelpreis geht in jenen Jahren an Forscher aus Deutschland. Von solch großen Vorbildern beflügelt, entschließt sich Johanna im Frühjahr 1925, der Diakonissenanstalt Kaiserswerth als Jungschwester beizutreten. Es scheint als ahne sie es bereits: Dies ist der Ort, der zum Sprungbrett für ihre spätere internationale Karriere werden soll. Ein Ort, wo sie lernen, studieren und intellektuell wachsen darf. Ein Ort, wo ihre Vorliebe für Fakten geschätzt und gefördert wird. Aber eben auch ein Ort, an dem kranke Menschen leben, die Hingabe und Pflege benötigen.

Johanna konzentriert sich  neben der Krankenpflege auf das, was sie am besten konnte: die Fakten.

Was darauf folgt, nimmt das außergewöhnliche Tempo vorweg, mit dem Johanna auch später in ihrer Karriere Resultate erzielen soll: Innerhalb von nur sieben Monaten wird sie von der Jungschwester zur Diakonisse befördert – ein Erfolg, der für sie nicht der letzte Beweis bleiben soll, dass sich Fleiß und Stärke auszahlen. Zum ersten Mal bringt Johannas Status als Halbwaise etwas Positives mit sich, denn plötzlich öffnen sich der jungen Diakonisse Türen, die Sprösslingen aus einfachen Verhältnissen für gewöhnlich verschlossen bleiben: Ihr wird das Schulgeld erlassen, so dass sie auf dem Kaiserswerth angegliederten Internat, dem ein exzellenter Ruf vorauseilt, vom Jahr 1929 an schließlich das Oberlyzeum besuchen darf. Ein Schaffensplatz, an dem sie durch außergewöhnliche Begabungen und Fähigkeiten zum ersten Mal intellektuell auf sich aufmerksam macht – ganz besonders im analytischen Bereich.

Ihr Potential bleibt ihren Vorgesetzten nicht länger verborgen: Johannas großer Traum geht in Erfüllung – nach einem herausragenden Abitur im Jahr 1931 wird sie für ihre pharmazeutische Grundausbildung zunächst nach Berlin unter anderem in die Apotheke der renommierten Charité entsandt, um schließlich 1934 in Potsdam die pharmazeutische Vorprüfung abzulegen. Damit ist der Weg endgültig frei für ihr Studium der Pharmazie in Königsberg und Münster, das sie 1936 als Pionierin unter den wenigen weiblichen Studentinnen ihrer Zeit mit dem Staatsexamen abschließen soll. Jenes Studium, das schon bald darauf zum Fundament für ihre revolutionäre Forschungsarbeit wird und in dem sie 1939, in den Wirren des zweiten Weltkriegs, erfolgreich promovieren soll.

Aus Johanna Budwig wird Dr. Johanna Budwig

In dieser Zeit stößt sie nicht nur zum ersten Mal in ihrem noch jungen Leben auf die Thesen des Nobelpreisträgers Otto Warburg, die sie später beweisen und für ihr Ernährungskonzept nutzen soll, sondern gewinnt auch einen Mentor von höchstem Rang und Namen: Professor Dr. Kaufmann – den Begründer der Fettforschung und bereits damals als „Fettpapst“ in aller Munde. Durch ihn entdeckt sie das Thema, das sie ein Leben lang nicht wieder loslassen und zu einer internationalen Koryphäe machen wird: Fette und Öle.

Tag und Nacht arbeitet sie wie besessen an nichts anderem als daran, das Geheimnis zu knacken, das hinter diesen anscheinend so wenig geheimnisvollen Grundbestandteilen unserer Nahrung und des menschlichen Lebens überhaupt steckt.

Eines Lebens, das sich kurz darauf für nahezu die gesamte Welt in einen Albtraum verwandeln soll: Am 1. September 1939 schlägt Deutschland mit dem Einmarsch in Polen das dunkelste Kapitel seiner Geschichte auf – den zweiten Weltkrieg.

In den Kriegswirren nach Kaiserswerth zurückbeordert, übernimmt die promovierte Pharmakologin die Leitung der Anstaltsapotheke und engagiert sich bald darauf offen in der Organisation der evangelischen Akademikerschaft im Widerstand gegen den Naziterror. Sie mochte ein unbequemer Außenseiter sein, aber eines ist sie nicht: Eine Mitläuferin. Ihre eingeschränkte soziale Kompetenz soll sie nun durch einen wertvollen Charakterzug ausgleichen, der auf einmal wesentlich schwerer zu finden ist: Mut zur Wahrheit. Als gläubige Christin ist für Johanna, in Anbetracht der sich rasant wie ein Virus, ja wie eine Epidemie ausbreitenden Nazi-Ideologie glasklar, „was richtig ist, muss richtig bleiben“.

Und in diesem Glauben lässt sie sich nicht verbiegen – wie so viele andere Menschen in jener Zeit. Erneut besinnt sie sich auf ihr Credo, besser und stärker sein zu wollen als alle anderen. Was in diesen dunklen Jahren für Johanna gleichbedeutend ist mit: Kein Nazi zu sein. Mehrfach verhaftet und verhört, schützt sie nur die Diakonissentracht vor Gefängnis und Folter.
Und die Tatsache, dass man sie dringend braucht.

Beherbergt Kaiserswerth in den Kriegsjahren zeitweise doch mehr als zweitausend Menschen – Alte, Kranke, Verwundete, Sterbende – für deren Versorgung mit Arzneimitteln Dr. Johanna Budwig zu sorgen hat. Eine nervenaufreibende Aufgabe in Zeiten von Bezugsscheinen und einem außer Rand und Band geratenen Schwarzmarkt. Kein Wunder, dass der erste große Eklat in Johannas Berufsleben nicht lange auf sich warten lässt: Einzig und allein diese Aufgabe vor Augen, setzt sie sich eigenmächtig über die Regeln der Schwesternschaft hinweg und schafft sich damit erbitterte Feinde. Die Beschwerden häufen sich, bis schließlich 1944 das Diakonissen-Mutterhaus Johanna die Versetzung in den Klinikbereich der Anstalt nahelegt. Urplötzlich mit der Drohung konfrontiert, ihre in der Apotheke begonnenen, für sie absolut existentiellen Forschungen nicht mehr fortsetzen zu können, gibt Johanna notgedrungen klein bei und leitet die Apotheke noch bis ins Jahr 1948.
Dann ist endgültig Schluss.

Nicht nur der Krieg ist vorüber, auch Johannas Karriere in Kaiserswerth endet.
Das Entnazifizierungsverfahren durch die Briten besteht sie zwar unbeschadet, nicht jedoch ihre Alleingänge während des Krieges. Ein Vierteljahrhundert hat sie der Diakonissenanstalt treu gedient, aber für die Schwesternschaft ist Schwester Budwig nicht mehr tragbar. Ihr schwieriger Charakter mag einer genialen Wissenschaftlerin in ihrem einsamen Forschungskämmerlein zu Gesicht stehen, aber für das friedliche Zusammenleben in einer Lebensgemeinschaft, die nach Harmonie und Ruhe strebt, ist er nicht länger hinnehmbar. Harmonie und Ruhe wiederum sind nicht unbedingt das, wonach Johanna zu diesem Zeitpunkt ihres Lebens sucht.

In ihr schlägt das unruhige Kämpferherz einer Wissenschaftlerin, die es sich auf die Fahne geschrieben hat, die Welt zum Besseren zu verändern.
Ein Weg, den sie hier nicht fortführen kann, das soll ihr nun schmerzhaft klar werden. Am 30. Juli 1949 kehrt sie der Diakonissenanstalt Kaiserswerth für immer den Rücken.
Wenn sie jemals eine Heimat hatte, dann diese. Auch wenn es nur eine zweite Heimat war, die das Schicksal für sie ausgesucht hat – im Alter von nur zwölf Jahren. Und nun, im Alter von vierzig Jahren, sieht Johanna sich erneut gezwungen, ihre Koffer zu packen.

Wie Phönix aus der Asche:
Auf dem Weg zu wissenschaftlichen Höhenflügen

Denn Dr. Johanna Budwig weiß, wo sie erwünscht ist: Ihr Mentor, der renommierte Professor und Fettpapst Dr. Kaufmann, denkt nicht im Traum daran, auf ein ehrgeiziges Wissenschaftsvollblut wie sie zu verzichten. Natürlich ist auch ihm im Laufe der Jahre nicht verborgen geblieben, dass seine frühere Studentin ein Querkopf ist. Doch Teamfähigkeit und Sozialverträglichkeit sind für Kaufmann – selbst ein glühender Anhänger von Fakten – zweitrangig gegenüber herausragendem wissenschaftlichen Potential. Und dass sie genau dieses Potential besitzt, soll Johanna Budwig schon sehr bald beweisen.
Mit heißem Herzen und kühlem Kopf widmet sie sich einer Entdeckung, der sie gewaltige gesundheitliche Kräfte zuschreibt: Dem elektronenreichen Leinöl.

Großzügig mit technischen Möglichkeiten und Laborequipment ausgestattet, gelingt ihr bereits im Jahr 1950 ihr erster großer wissenschaftlicher Wurf: Die Weiterentwicklung der Papierchromatographie für fettchemische Untersuchungen ermöglicht es ihr, Fette in ihre Bestandteile aufzuspalten.  Die Sensation ist perfekt: Auf der Fettforscher-Konferenz in München kann sie beweisen, dass sich Fettsäuren in zwei große Gruppen unterteilen: „gesättigte“ und „ungesättigte“ Fettsäuren.

Ihre immensen Hoffnungen, was die energetischen und gesundheitsfördernden Effekte des Leinöls betrifft, bringt sie wie folgt zu Papier:

„Angesichts des gegenwärtigen Ernährungsschadens, besonders auf dem Gebiet der Nahrungsfette, ist mir kein Fett bekannt geworden, das die außergewöhnlich günstige, intensive Wirkung des Leinöls erreicht. Das Leinöl zeichnet sich durch eine Fettsäure aus, die in Fetten sonst kaum vorkommt, wohl aber in Organextrakten von Herz, Niere, Leber, Gehirn und Nerven. Dies ist die dreifach ungesättigte, sehr elektronenreiche Linolensäure.“

Ergebnisse und Erfolge, die nicht unbeachtet bleiben:
Bereits ein Jahr später wird Dr. Johanna Budwig zur Obergutachterin für Arzneimittel und Fette am Bundesinstitut für Fettforschung berufen – ein gewaltiger Karriereschritt. Was noch niemand ahnt: Die neue Obergutachterin ist keinesfalls hier, um Karriere zu machen – sie ist hier, um die Wahrheit herauszufinden. Und diese unters Volk zu bringen. Als sie mit der Erforschung handelsüblicher Fette beginnt, ahnt sie nicht, wie heiß das Eisen ist, das sie sich da geangelt hat. In Tierfütterungsversuchen weist sie nach, dass einige Fette, die wir alle bis heute tagtäglich zu uns nehmen, schädlich sind: Sie prangert die Transfettsäuren *, die bei der Fetthärtung in der Margarine entstehen, als Auslöser von Krebs- und Kreislauferkrankungen an. Dem Aufschrei der mächtigen Lebensmittelindustrie in einem Land, in dem die Menschen sich nach den harten Hungerjahren des Krieges sehnsüchtig auf fettes Essen stürzen, tritt sie mit akribisch geführten statistischen Aufzeichnungen und Versuchsauswertungen entgegen. Ihr christlicher Glaube macht es der streitbaren und ehrgeizigen Wissenschaftlerin ganz und gar unmöglich, das zu verschweigen, was in ihren Augen wahr ist – oder auch nur den Versuch zu unternehmen, sich in irgendeiner Form diplomatisch zu verhalten. Für Johanna Budwig steht fest: Sie muss die Menschen schonungslos über Transfette und die damit verbundenen Gefahren aufklären – und sie zurück auf den richtigen Weg bringen. Den Weg, der zu den guten und wertvollen Fetten führt, die unser Organismus so dringend benötigt.

Ein Vorhaben, mit dem sie sich Gegner schafft, deren Macht und Einfluss sie noch nicht einmal im Ansatz erahnt.
So starr ist sie in ihrer Haltung, dass ihre Weigerung, nachzugeben und ihre Forschungsergebnisse zum Thema Transfette in der Schublade verschwinden zu lassen, schließlich dazu führt, dass Johanna von der Institutsleitung als nicht mehr tragbar eingestuft wird. Nur wenige Jahre nach ihrem Rauswurf in Kaiserswerth bekommt sie erneut den Stuhl vor die Tür gesetzt. Sie, die unbequeme, unbeugsame Revolutionärin, die doch nur die Wahrheit über die Lebensmittel verbreiten will, die wir tagein tagaus zu uns nehmen – solange, bis sich unser Organismus meldet, mit leichten Störungen oder schweren Krankheiten. So jedenfalls sieht es Johanna Budwig. Die nun erneut auf sich selbst gestellt ist.
Allein auf weiter Flur, entscheidet sie, dass es nur einen einzigen Ausweg für sie aus dieser Situation geben kann: Die Flucht nach vorn.

„Je höher der Baum, desto neidischer der Wind“

Dieses alte Sprichwort aus Japan beschreibt nur zu gut, wie eisig der Wind ist, der Johanna Budwig, die ihre Aktivitäten weiter ausdehnt statt klein beizugeben, nun ins Gesicht bläst. Bis zum Jahr 1969 meldet sie allein acht Verfahren zur Patentierung an, wie sich Produkte auf gesunde Art und Weise herstellen und natürlich haltbar machen lassen. Die Industrie jedoch zeigt ihr die kalte Schulter. Je tiefer Johanna Budwig in die Materie eindringt, desto alarmierter ist sie über die offensichtlichen Zusammenhänge von Ernährung und Krankheitsverläufen. Das Thema lässt sie nicht mehr los. Ohne Rücksicht auf ihre eigene Zukunft und in dem Wissen, dass sie sich mit jeder neuen Studie mehr Feinde in der Nahrungsmittelbranche schafft, beisst sie sich fest wie ein wütender Hund. Immer tiefer dringt sie ein in die Zusammenhänge und Wirkweisen der verschiedenen Fette. Um besser verstehen zu können, bildet sie sich weiter: Sie ist bereits approbierte Apothekerin, Diplom-Chemikerin und hat einen Doktortitel. Doch um anerkannt medizinisch wissenschaftlich herleiten zu können, beginnt sie im Jahr 1955 an der Universität Göttingen noch ein weiteres Studium: Das der Medizin. Und das, obwohl Johanna bereits mit Siebenmeilenstiefeln auf die fünfzig zumarschiert. Doch schon damals ist sie ihrer Zeit weit voraus und ahnt, dass ihr Leben daraus bestehen wird, bis zum letzten Atemzug zu lernen. Offen für Neues zu bleiben. Sich die Neugierde zu bewahren, die ihre Altersgenossen in den staatlichen Forschungseinrichtungen längst durch Bequemlichkeit und das Warten auf ihre wohlverdiente Beamtenpension ersetzt haben.
Eine Weltanschauung, die ihr, der Idealistin und Wahrheitssucherin, fremd ist.

Denn Johanna Budwig geht und ging es schon immer in allererster Linie um die Sache – und erst in zweiter Linie um ihre Karriere. Wie gesagt: Eine Lebenseinstellung, die man als idealistisch einstufen kann. Oder aber als naiv. Idealisten, angetrieben von ihrer Suche nach Fortschritt und einer besseren Welt, haben das Feuer erfunden, das Rad, das Flugzeug, sämtliche Annehmlichkeiten, die wir heute selbstverständlich nutzen. Sie haben auch bewiesen, dass die Erde rund ist und keine Scheibe – aber in den wenigsten Fällen hatten sie selbst etwas von den Meilensteinen, die sie oftmals uneigennützig für die Menschheit gesetzt haben. Im Gegenteil: Je höher sie mit ihren Erkenntnissen über ihre Zeitgenossen hinauswuchsen, wie der sprichwörtliche japanische Baum, desto neidischer wurde ihr Umfeld. Auch Johanna Budwig muss die bittere Pille schlucken: Was Idealisten sähen, ist eine Investition in eine Zukunft, die oft ferner ist als die Idealisten es selbst wahr haben wollen. Und was sie ernten, ist zumeist kein schneller Erfolg, sondern es sind Unverständnis und Undankbarkeit. Johanna Budwig macht da keine Ausnahme. Ihr ganzes Leben unterstreicht diese These. Und doch gibt sie nicht auf. 

Bereits ein Jahr später kann sie anhand von Tierversuchen die Aufsehen erregenden Wirkungen der mehrfach ungesättigten Fettsäuren auf den Organismus belegen. Es sind gute Nachrichten. Ein Ergebnis, das sie in dem Glauben bestärkt, auf dem richtigen Weg zu sein, um ihr großes Ziel realisieren zu können: Ihre Vision einer gesunden Ernährung in die Tat umzusetzen. Ihren großen Wurf: Das Prinzip der guten Fette.
Doch sie ist noch lange nicht angekommen: Aufgrund ihrer einzigartigen akademischen Ausbildung in fast allen naturwissenschaftlichen Disziplinen und der damit verbundenen Fähigkeit, jede gewonnene Erkenntnis sofort von verschiedensten Seiten betrachten zu können, erzielt sie nun Forschungsergebnisse in rasanter Geschwindigkeit. Ein atemberaubendes Tempo, das ihr erneut Neid und Unglauben ihres wissenschaftlichen Umfelds einbringt.

Kaum sind ihre brisanten Veröffentlichungen über die möglichen schädlichen Folgen einer Ernährung mit Transfettsäuren im Umlauf und erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugängig, schaltet sich das Kultusministerium Nordrhein-Westfalen ein. Man holt vertrauliche Informationen über Johanna Budwig ein.  Kurz darauf steht das Finanzamt vor ihrer Tür und verlangt Einblick in ihre Bücher. Zufall oder Schikane – darüber lässt sich heute nur noch spekulieren.

Der Druck von Institutionen und Industrie geht schließlich soweit, dass auch ihr Mentor und Förderer Professor Dr. Kaufmann die Fahnen streicht. Hinzu kommt ein weiteres gewaltiges Problem: Geld. Oder besser gesagt: Das Fehlen von ausreichend Geld. Denn Johanna hat ihre gesamten Ersparnisse in ihre Patente, ihr Medizinstudium und ihre selbständige Forschungsarbeit gesteckt, die weit davon entfernt ist, Früchte abzuwerfen. Gänzlich ungeschützt, steht sie erneut vor dem Aus: Im Jahr 1958 bricht sie ihr Medizinstudium ab und kehrt Göttingen den Rücken.

Ausgerechnet in dieser schweren Zeit, in der berufliche Lichtblicke auf sich warten lassen, findet endlich ein privater, menschlicher Lichtblick in Johannas Leben: Ihr Neffe Armin, Waise wie sie selbst, weckt mütterliche Gefühle in der unverheirateten Forscherin. Sie nimmt ihn bei sich auf und sorgt trotz ihrer zeitweise ausweglosen finanziellen Situation dafür, dass er eine fundierte akademische Ausbildung erhält.

Harte Schale, weicher Kern.

Auch hier zeigt es sich wieder, das wie ihr eigener Augapfel gehütete und der Welt nur wenig bekannte zweite Gesicht von Johanna Budwig: Mit Worten mag sie nicht die Beste sein, aber in ihren Taten ist sie es. Und was am Ende übrig bleibt, sind die Taten – nicht die Worte.

Doch zurück in die fünfziger Jahre: Mittlerweile hat Johanna Budwig alle im Laufe der Jahre gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst. Ihre innere Stimme sagt ihr, dass sie nun ausreichend Material gesammelt hat und über ein solides wissenschaftliches  Hintergrundwissen verfügt, um endlich den nächsten Schritt gehen zu können. Den entscheidenden Schritt: Ein ganzheitliches alternatives Ernährungskonzept zu entwickeln, das Krankheiten nicht nur verhindert, sondern darüber hinaus heilend auf bereits bestehende Leiden wirkt.
Ihre ganz persönliche Vision natürlicher Gesundheit:

Das Dr. Budwig Ernährungsprinzip wird geboren

Ein Energie-Paket für unseren Organismus, basierend auf dem einzigartigen Energiepotential hochungesättigter Fettsäuren – ein bis ins kleinste Detail ausgefeiltes Ernährungskonzept, das mit Hilfe wertvoller, gesunder und natürlicher Öle sowie Eiweißen unsere Zellen wieder richtig atmen lässt und damit Krankheiten verhindert oder gar heilt.
Für Johanna Budwig steht fest, dass diese Vision keine Utopie bleiben muss.

Hochmotiviert und angetrieben von ihren Forschungsergebnissen sowie der Entwicklung eines bis zum heutigen Tag weltweit einzigartigen Ernährungsplans – einer so gesunden wie natürlichen Diät des Körpers, die Willen und Verstand miteinbezieht – entscheidet sie sich dafür, dass trotz der leichter nachweisbaren positiven Wirkung von den im Leinöl so reichlich enthaltenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren auf Krankheitsbilder wie Demenz oder Depressionen, der Krebs eines ihrer Hauptforschungsgebiete werden soll.
Eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen.

Denn um die heilende Wirkung des Dr. Budwig Ernährungsprinzips zu dokumentieren, braucht Johanna Anfang der sechziger Jahre vor allem eines: Feldversuche.
Ihr Plan: Von Bad Zwischenahn in Norddeutschland aus, wo sie mittlerweile lebt, versucht sie Erholungshäuser der Diakonie zu pachten. Mit dem Ziel, aus ihnen Spezial-Kliniken zu machen, in denen ihr Ernährungsprinzip praktische Anwendung findet. Auf diese Weise hätte sie genügend Patienten für eine groß angelegte Studie zusammen.
Doch Johanna hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Es hagelt Absagen – aus der ganzen Bundesrepublik. Erneut holt Johanna ihre eigene Vergangenheit ein: Die Diakonie hat den offenen Bruch mit ihr nie verdaut und sie zur persona non grata erklärt. Nun rächt sich Johannas Kompromisslosigkeit aus früheren Jahren.
Johanna aber ist es mittlerweile gewöhnt, abgewiesen zu werden. Absagen – ihr ganzes Leben bestand daraus.

Für jedes Ja stand ich auf einem Berg von Neins.“

Dieser Satz einer berühmten Sängerin bei der Verleihung des Preises für ihr Lebenswerk hätte auch von Johanna Budwig stammen können. Mittlerweile spornt Widerstand sie eher an, als dass er ihren Ehrgeiz, es den verstaubten Medizinmännern und ergrauten Wissenschaftlern doch noch zu zeigen, im Keim erstickt. Und doch: Vorerst um die Chance gebracht, praktisch mit Patienten an der Verwirklichung ihres Ernährungskonzepts arbeiten zu können, nutzt die Wissenschaftlerin die ihr verordnete Zwangspause, um sich ihren zweiten Lebenstraum zu erfüllen: Sie wird Erfinderin.

Das Dr. Budwig Ernährungsprinzip kommt zum Einsatz: Not macht erfinderisch

Nun: Wenn diese Weisheit auf jemanden zutrifft, dann auf Johanna Budwig. Verstoßen aus der Welt der staatlich oder kirchlich finanzierten Naturwissenschaften, entscheidet sie sich nach einer einjährigen, mit Hilfe der  ihr noch verbliebenen privaten Mittel ermöglichten Forschungsreise zu den weltweit führenden Fettforschungsinstituten für einen neuen Weg: Johanna Budwig wird Privatgelehrte, Buchautorin und Erfinderin. Ihre Bücher „Das Fettsyndrom“, „Fette als wahre Hilfe“ und das Lehrbuch für Krebskranke  die „Öl-Eiweiß-Kost“  sorgen international für Aufsehen und erzielen Auflagen in Höhe von mehreren hunderttausend Exemplaren. Überall in der Welt meldet sie darüber hinaus Patente an. Doch auch bei diesem Vorhaben bläst ihr schon bald wieder der kalte Gegenwind der Industrie ins Gesicht.

Zum ersten Mal breitet sich in Johanna Budwig, dieser bis dahin unermüdlichen Kämpferin für das, was sie als gut und richtig erachtet, tiefe Verzweiflung aus. Argwöhnisch beäugt von staatlichen Behörden und anscheinend umzingelt von Widersachern, ist sie auf bestem Weg, einen regelrechten Verfolgungswahn zu entwickeln. Das beklemmende Gefühl, aufgrund ihrer Entdeckungen verfolgt und mit Repressalien überzogen zu werden, wird zu einer fixen Idee in Johannas Gedankenwelt. Erschöpft wie ein Krieger am Ende einer aussichtslosen Schlacht fragt sie sich:
War es gut, sich als Einzelgängerin durchs Leben zu kämpfen?
War die Entscheidung richtig, zeitlebens niemandem zu vertrauen?

Wie gern würde sie sich jetzt, in dieser neuen stürmischen Phase ihres Lebens,  jemandem anvertrauen! Auch eine starke Persönlichkeit braucht dann und wann, wenn der Druck zu groß und die Aussichtslosigkeit überwältigend werden, eine Schulter zum Anlehnen. Doch Fehlanzeige: Da Johanna weder verheiratet ist noch über enge Freunde verfügt, bleibt ihr einziger verfügbarer Gesprächspartner ihr kleiner Neffe und Ziehsohn Armin.

„Augen zu und durch.“

Es soll schließlich ihre protestantische Bodenständigkeit sein, die Johanna Budwig zurück ans Steuer des schwankenden Schiffs treibt.
Sie gibt nicht auf. Sondern besinnt sich, mit dem Rücken zur Wand stehend, auf ihr Prinzip des lebenslangen Lernens: Ein Jahrzehnt nach ihrem Medizinstudium absolviert sie 1968 im Alter von 60 Jahren erfolgreich die Prüfung zur Heilpraktikerin. Denn sie hat erkannt: Es ist die letzte Ausbildung, die sie benötigt, um aktiv mit Patienten an ihrer Vision arbeiten zu können – und das Dr. Budwig Ernährungsprinzip endlich in die Tat umzusetzen. Die Diakonissenanstalt mochte verhindern können, dass ihre einstige Vorzeigeschwester Kliniken eröffnet, aber sie kann nicht verhindern, dass Johanna Budwig als Heilpraktikerin ihre eigenen Patienten betreut. Patienten, die schon bald aus der ganzen Welt anreisen: Amerika, Neuseeland, Afrika, Kanada und, und, und. Mit beachtlichen Folgen. In einem Artikel der Schweizer Zeitschrift Volksgesundheit etwa wird folgender Brief veröffentlicht:

„Gerne komme ich Ihrem Wunsche nach, Ihnen schriftlich über drei schwere Fälle von Krebs zu berichten, die – ohne jedes Medikament – nach den Erkenntnissen der deutschen Krebsforscherin Dr. Johanna Budwig geheilt werden konnten.“ Weiter heißt es: „Leider wird diese Heilmethode von der hohen Wissenschaft nicht nur verachtet, sondern auch totgeschwiegen. Dieser Umstand soll aber die Krebskranken nicht daran hindern, es auch auf diesem Wege zu versuchen...“

Und es soll auch Johanna Budwig nicht daran hindern.
Die nächsten zwei Jahrzehnte wird sie sich ganz ihrer praktischen Heiltätigkeit verschreiben – und ihre Ergebnisse in Büchern und Vorträgen rund um den Globus verbreiten.
Wie eine Löwin kämpft sie, mittlerweile auf die Siebzig zugehend, für ihre Vision einer natürlich gesunden Ernährung mit guten Fetten.

Doch wie zum Trotz gegen all ihre Kritiker schlägt sie nach wie vor nicht den einfacheren Weg ein und konzentriert sich auf die Anwendung ihres Ernährungskonzeptes in Schwangerschaft oder bei Krankheiten wie Demenz, Depressionen, Rheuma und Herzinfarkt sondern wendet sich weiterhin ihrem Kernthema zu, das ihrer Meinung nach um so vieles wichtiger ist: Krebs. Schrecken und Geißel der modernen Zivilisationsgesellschaft.

Obwohl sie schon bald beachtliche Erfolge vorweisen kann, fehlt es ihr an den Möglichkeiten, diese Erfolge auch wissenschaftlich nachzuweisen. Möglichkeiten, die in dieser Größenordnung nur Pharmakonzernen zur Verfügung stehen. So muss sie weiter damit leben, von der Wissenschaft nicht offiziell anerkannt zu werden – auch wenn Ärzte, Heilpraktiker und Fachkollegen aus aller Welt ihren Vorträgen lauschen und jede ihrer Veröffentlichungen begierig studieren. Oder sich sogar direkt in ihre Behandlung begeben, denn ein Großteil von Dr. Johanna Budwigs Patienten waren Ärzte oder deren Angehörige.
Womit wir zu der unvermeidlichen Frage kommen, die sich wohl jeder stellt, der diese außergewöhnliche Persönlichkeit gekannt hat oder ihren Lebensweg nachliest so wie wir hier auf diesen Seiten:

Woher nimmt Johanna Budwig diese Energie?

Promovierte Pharmazeutin, Heilpraktikerin, Forscherin, Buchautorin, Erfinderin, und, und, und... Wir werden oft gefragt, wie ein einziger Mensch in seinem Leben so viel erreichen kann: Die verblüffende Antwort ist: Ganz offenbar besaß Johanna Budwig etwas, das jeder von uns sich wünscht: Natürlich mehr Energie! Noch im hohen Alter ist sie fit wie der sprichwörtliche Turnschuh, körperlich und geistig. Während andere ihre Rente genießen, meldet sie weiterhin unzählige Patente an, schreibt Bücher, die übersetzt werden und sich allein in Nordamerika eine Viertelmillion Mal verkaufen. Sie forscht auf höchstem Niveau und hält vielbeachtete Vorträge vor Fachleuten in aller Welt. Im Jahr 1979 wird sie für den Nobelpreis der Medizin nominiert. Noch 1982, im Alter von 74 Jahren, reicht sie ein Patent für einen Rubinlaser ein. Eine Entdeckung, die sie kombinierend auch bei ihren mit Leinöl und der Öl-Eiweiß-Kost behandelten Krebspatienten einsetzen und darüber in ihrem Buch „Laserstrahlen gegen Krebs“ berichten soll. Bis zu ihrem Tod im Alter von 94 Jahren nach einer komplizierten Oberschenkelhals-Operation steht sie – körperlich und geistig kerngesund – im ständigen Austausch mit anderen hochkarätigen Wissenschaftlern wie den Nobelpreisträgern Linus Pauling und de Broglie. Also noch einmal: Woher nimmt sie diese Energie?

Unsere Antwort auf die Frage ist:
Johanna Budwig hatte ein perfektes Versuchskaninchen für ihr Ernährungskonzept. Ein Versuchskaninchen, an dem sie all ihre Theorien ein Leben lang praktisch ausprobieren konnte: Sich selbst.
Johanna Budwig selbst hat das gelebt, was sie auch anderen Menschen verschrieben hat und verschreiben wollte: Ihr Prinzip der guten Fette. Und sie selbst – ihre außergewöhnliche körperliche und geistige Gesundheit über fast ein Jahrhundert trotz schwierigster Lebensumstände – ist vielleicht der beste Beweis dafür, dass es wirkt.

Es war Dr. Johanna Budwigs Vision, dieses kostbare Gut weiterzugeben – ihr Ernährungsprinzip, aus dem heute, ein Jahrzehnt nach ihrem Tod, langsam aber sicher eine weltweite Bewegung zu entstehen scheint.
Eine Bewegung, die unsere Zellen aufatmen lässt – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Mit Hilfe eines ganz und gar natürlichen, appetitlichen und gesunden Ernährungsplans, der unsere Zellen rund um die Uhr mit gesunden Fettsäuren und damit Sauerstoff versorgt. Aufgebaut auf sorgfältig selektierten Schätzen der Natur. Denn die Wahrheit ist: Alles, was unser Körper braucht, ist in der Natur vorhanden. Alles, was wir tun müssen, ist ein wenig zu suchen. Denn nur wer suchet, der findet. Wollte man Johanna Budwigs Botschaft an uns in einem einzigen Satz zusammenfassen, wäre es deshalb wohl der folgende:

„Mutter Natur hat für jeden von uns einen Schatz: Gesundheit.“
Johanna Budwigs Testament

Johanna Budwig hat diesen Schatz geborgen und ans Tageslicht gebracht. Er ist ihr Testament für uns alle – ein alternatives, so visionäres wie natürliches Ernährungsprinzip für Menschen, die besser und gesünder leben wollen. Gedacht zur Vorsorge, aber auch zur Behandlung akuter und chronischer Krankheiten hat sie es eingesetzt. Heute, ein Jahrzehnt nach Johanna Budwigs Tod, beschäftigen sich immer mehr Forscher auf der ganzen Welt mit ihren revolutionären Theorien. In ihren Studien können sie Inhaltsstoffe und Wirkungsmechanismen nachweisen, die sowohl der Krankheitsvorbeugung dienen als auch der Heilung von Zellschäden. Auch die Politik handelt nun endlich – zumindest in einigen Ländern: In den USA, allen voran in Kalifornien, sowie in Dänemark und Spanien etwa wurden die Transfette durch staatliche Verbote so gut wie vollkommen aus der Nahrungskette gelöscht. Johanna Budwigs Forschungen zur Behandlung von Krebs und anderen schweren Krankheiten werden jedoch bis heute von keiner industriegeförderten Forschungsanstalt vorangetrieben. Ihr letzter Wunsch war die Gründung einer unabhängigen Stiftung, die das Dr. Budwig Ernährungsprinzip nach ihrem Tod einer breiten Öffentlichkeit bekannt macht. Ein Wunsch, der im Jahr 2008 Wirklichkeit wurde: Mit der Gründung der Dr. Johanna Budwig Stiftung, in der das Erbe dieser herausragenden Wissenschaftlerin in ihrem Sinne fortgeführt wird – mit derselben Begeisterung und demselben Engagement.


Die Mission: Johannas Botschaft und ihr Rezept für natürlich mehr Energie und Gesundheit weiterzuverbreiten.

*Transfette waren ein zentrales Thema für Dr. Johanna Buwig und sie empfahl den Verzehr von Transfetten streng zu meiden. Transfette sind ungesättigte Fettsäuren und entstehen als Nebenprodukt bei der teilweisen Härtung von Pflanzenölen, sowie bei der Verarbeitung von Pflanzenölen bei hohen Temperaturen.Transfette fallen vermehrt bei der industriellen Produktion von Nahrungsmitteln wie Margarine, Backwaren und Fertigprodukten, an. 

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