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Wissenswertes über mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Würde man Dr. Johanna Budwig heute fragen, wie sie ihre Philosophie in einem einzigen kurzen Satz zusammenfasste, antwortete sie vermutlich: „Iss dich gesund.” Ihre Kernaussage war dabei: Iss gute Fette. Gute Fette sind mehrfach ungesättigte Fette. Man findet sie in hohem Maße im hochwertigen reinen Leinöl. Das Leinöl stellte sie – aufgrund seiner idealen Fettsäurezusammensetzung – als besonders wertvoll heraus. Für Dr. Budwig bildeten die gesunden Fette die Basis unserer körperlichen und seelischen Gesundheit.

Grundsätzlich sind Fette immer gleich aufgebaut. Sie bestehen aus einem Molekül Glycerin an das drei Fettsäuremoleküle angelagert sind. Diese Fettsäuremoleküle unterscheiden sich strukturell in gesättigte Fettsäuren, einfach ungesättigte Fettsäuren und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Gesättigte Fettsäuren finden sich häufig in tierischen Fetten, wie beispielsweise in Butter, aber auch in Palm- und Kokosfett. Generell haben gesättigte Fette bei Zimmertemperatur eine recht feste Konsistenz.

Einfach ungesättigte Fettsäuren haben aufgrund ihrer Struktur bei Zimmertemperatur in der Regel eine flüssige Form. Ein Vertreter der einfach ungesättigten Fettsäure ist die Ölsäure. Olivenöl ist beispielsweise ein Öl, das reich an der einfach ungesättigten Fettsäure Ölsäure ist. Unser Körper ist in der Lage sowohl die gesättigten als auch die einfach ungesättigten Fettsäuren selber herzustellen. Das heißt, wir müssen sie nicht zwingend über die Nahrung aufnehmen.

Unter den mehrfach ungesättigten Fettsäuren gibt es zwei Vertreter, die als “essentielle” Fettsäuren bezeichnet werden, die Linol- (LA) und die Alpha-Linolensäure (ALA). Sie sind ein notwendiger Bestandteil unserer Ernährung, da der Körper sie nicht selber herstellen kann. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren lassen sich aufgrund ihrer Struktur und ihrer Anzahl an Doppelbindungen in Gruppen einteilen. Je mehr Doppelbindungen ein Molekül aufweist, desto reaktionsfreudiger verhält es sich. Reaktionsfreudigkeit im Äußeren bedeutet Anfälligkeit für Oxidation und damit Abbau der wertvollen Fettsäuren und Verderb. Das erfordert einen besonderen Umgang mit den Rohstoffen, den hochwertigen Pflanzenölen, die diese Fettsäuren enthalten und natürlich mit dem fertigen Produkt, der wertvollen Ölkomposition. Im Inneren des Körpers ist diese Reaktionsfreudigkeit und die Struktur die diese bedingt, gewünscht. Denn in den Zellmembranen hat der Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren nicht nur Einfluss auf den Aufbau, sondern auch auf die Funktion der Zelle.
An dieser Stelle wollen wir uns mehrfach ungesättigten Fettsäuren genauer anschauen. Bekannte Vertreter der dreifach ungesättigten Fettsäuren sind die Alpha-Linolensäure (ALA) und die Gamma-Linolensäure (GLA). Die ALA kommt ausschließlich in der Pflanzenwelt vor. Der Name „Linolensäure“ stammt aus dem Griechischen linos = Lein, Flachs, was bereits auf das Vorkommen verweist. Sie ist für jeden Menschen lebenswichtig, denn diese Fettsäure kann unser Körper nicht selbst herstellen. Der Mensch ist daher auf die Zufuhr von ALA über die Nahrung angewiesen. Leinöl ist das Pflanzenöl mit dem höchsten Gehalt an dieser lebenswichtigen Fettsäure. Gamma-Linolensäure, ein wesentlicher Bestandteil unserer Hautzellen, findet sich in einigen Pflanzenölen wie z.B. Borretschöl oder Nachtkerzenöl. Für Menschen mit einem Mangel an dem Enzym Delta-6-Desaturase kann diese Fettsäure essentiell werden, da sie nicht in der Lage sind ausreichende Mengen dieser Fettsäure selbst herzustellen.
Eine in Pflanzenölen selten vorkommende Fettsäure ist die 4-fach ungesättigte Stearidonsäure (SDA). Die Eicosapentensäure (EPA), 5-fach ungesättigt und die Docosahexaensäure (DHA) 6-fach ungesättigt sind vorwiegend Vertreter mit tierischer Herkunft. Sie kommen zum Beispiel in fettem Seefisch vor, aber auch in der Nahrung dieser Fische, den Algen.
ALA kann bei der Aufnahme im Körper in gewissem Maße in EPA und DHA umgewandelt werden, so dass die Menge der Fettsäuren zur Verfügung steht, die der Körper gerade benötigt. Eine Rückwandlung von DHA in EPA ist bei einem entsprechend hohen Angebot an DHA möglich, eine Rückwandlung von EPA und DHA in ALA allerdings nicht.
Dies zeigt, dass eine ausschließliche Zufuhr von den mehrfach ungesättigten Fettsäuren EPA und DHA allein nicht ausreichend ist, da die essentielle ALA so dem Körper nicht zugeführt werden können.

 

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