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"Wir sollten wieder mehr an uns denken"

Matthias Vette

Matthias Vette (42) lernte die positive Wirkung von mentaler Kompetenz auf Gesundheit und Leistung am eigenen Körper kennen, als er 2002 eine schwere Krankheit überwand. Begeistert von der Methodik, die auf moderner Gehirnforschung und neuromentaler Medizin basiert, ließ sich der Unternehmer zum zertifizierten Stresstherapeuten, Mental Master und Kommunikationstrainer ausbilden. Sein Wissen gibt er heute in Seminaren und Gesprächen weiter. Mehr über ihn und sein Programm unter http://www.justme-coach.de/.

Herr Vette, schön, dass Sie Zeit für dieses Gespräch haben...

...ob Sie es glauben oder nicht: Damit sind wir schon mittendrin in der Materie. Denn Zeit zu haben bzw. sich Zeit für wichtige Dinge zu nehmen, ist heutzutage ein ganz wichtiges Thema.

Das müssen Sie genauer ausführen.

Viele Menschen haben doch heute das Gefühl, sie hätten gar keine Zeit mehr. Dabei ist das falsch. Der Tag hat wie vor 1000 Jahren 24 Stunden, und er wird es auch in 1000 Jahren noch haben. Das Problem ist, dass wir zu viel in einen Tag hineinstopfen. Karriere, Familie, Freunde, Hobbys, Verbandsarbeit und am besten noch irgendeinen Vorstandsposten. Und was bleibt bei all dem auf der Strecke? Man selbst!

Wir achten also nicht mehr genug auf uns?

Leider nicht. Wie oft kommt ein Patient völlig fertig zum Arzt, der ihm schlicht zu weniger Stress und mehr Bewegung rät. Drei Mal eine halbe Stunde Bewegung in der Woche senkt das Herzinfarkt-Risiko um volle 50 Prozent. Wenig Aufwand, große Wirkung. Doch selbst dafür nehmen wir uns keine Zeit - obwohl wir sie durchaus hätten, wie ein durchschnittlicher Fernsehkonsum der Deutschen von 21,5 Stunden pro Woche zeigt.

Beim Thema Ernährung sieht es vermutlich genauso gruselig aus?

Auf diesem Feld haben wir ebenfalls - vermeintlich! - keine Zeit, unserem Körper etwas Gutes zu tun. Es ist ja auch so einfach: Man geht durch den Supermarkt und sieht jede Menge Produkte, die gut aussehen, nach etwas schmecken, schnell gemacht und gegessen sind. Doch durch den ständigen Griff zu irgendwelchen industriell gefertigten Produkten enthalten wir unserem Körper viele wichtige Nährstoffe vor, allen voran Omega-3.

Omega-3 wird gerade zum Modethema. Wann haben Sie das erste Mal von der gesunden Fettsäuren gehört?

Als ich vor einigen Jahren das Buch "Die neue Medizin der Emotionen" von David Servan-Schreiber gelesen habe. Ich war wirklich erstaunt, wie viele Studien es bereits gibt, die die Wichtigkeit von Omega-3 für den menschlichen Körper zeigen. Und was ein Mangel alles hervorrufen kann - Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen, Demenz, ADHS bei Kindern. Eigentlich unglaublich, dass Omega-3 erst jetzt und auch viel zu langsam in den Fokus rückt.

Klären Sie die Menschen auf, mit denen Sie zusammenarbeiten?

Selbstverständlich. Ein Beispiel: Vor einem Jahr kam ein Unternehmer aus Osnabrück mit einem intensiven Burn-out-Syndrom zu mir. Ich habe ihm erklärt, dass seine Gesundung vom Ineinandergreifen dreier Bausteine abhängt: mentale Kompetenz, Bewegung und Ernährung. Dementsprechend habe ich mit ihm Mentaltraining gemacht, und er ist jeden Tag eine halbe Stunde gelaufen. Außerdem hat er Zucker und Weißmehl weitgehend aus seiner Ernährung verbannt, viel Wasser getrunken und vor allem täglich ein bis zwei Esslöffel Dr. Budwig's-Omega Leinöl genommen, das ja sehr omega-3-reich ist. Fünf Monate später sah der Mann aus wie sein jüngerer Bruder! Er ist wieder kerngesund.

Eigentlich ist eine gesunde Lebensweise also so einfach?

Streichen Sie das "eigentlich"!

Warum fällt es vielen Menschen trotzdem so schwer, sich ausreichend zu bewegen oder gut zu ernähren?

Wir wissen ja, was richtig ist. Jeder kennt das tolle Gefühl, nachdem er Sport getrieben oder sich zwei, drei Wochen gut ernährt hat. Doch meistens haben diese positiven Ansätze ihren Ursprung in einer Motivation von außen: Ein Kumpel nimmt einen mit zum Sport, der Partner möchte gesünder essen. - Doch Veränderungen durch äußere Motivation haben nur eine kurzfristige Wirkung.

Also?

Also müssen wir an unserer Mentalität, unserer inneren Einstellung, unseren eigenen Werten arbeiten. Wir sollten wieder mehr an uns und unseren Körper denken. Und das ist keineswegs egoistisch! Sind wir gesund, dann sind wir besser gelaunt, leistungsfähiger, erfolgreicher - und davon hat letztlich unser gesamtes Umfeld etwas, der Partner, die Kinder, der Chef oder die Freunde. 

 

 

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