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"Frau Dr. Budwig war ihrer Zeit meilenweit voraus"

Kyra Hoffmann

Kyra Hoffmann-Nachum hat nach dreijähriger Ausbildung an der Paracelsus-Schule in Mainz im Jahr 2004 ihre Zulassung zur Heilpraktikerin erworben. Seitdem hat die 36-Jährige ihr Wissen durch umfangreiche Fortbildungen erweitert und durch mehrmonatige Assistenztätigkeiten in verschiedenen Naturheilpraxen vertieft. Sie ist Mitglied im "Fachverband der Freien Heilpraktiker", in der "Union für biologische Krebstherapie" sowie in der "Gesellschaft für biologische Krebsabwehr" und führt seit Mai 2005 ihre eigene Praxis (www.naturheilkundliche-medizin.de).

Frau Hoffmann-Nachum, stimmt es, dass in Ihrem Bücherregal eine Originalausgabe von Frau Dr. Johanna Budwigs Buch "Die Öl-Eiweiß-Kost" steht?

Das stimmt. Es stammt aus dem Jahr 1952. Ich habe das Buch durch Zufall in einem Antiquariat entdeckt.

Und haben sich sogleich freudig ans Lesen gemacht?

Na ja, ein einziger großer Spaß war das Lesen ehrlich gesagt nicht. Schließlich handelt es sich hier nicht um irgendeine Rezeptsammlung einer Kräuterhexe aus dem Schwarzwald. Frau Dr. Budwig war eine durch und durch wissenschaftlich denkende Frau, die all ihre Thesen fundiert erklärt hat - da musste ich mich erst einmal reinarbeiten. Doch zum Glück habe ich das getan: Denn es ist unglaublich, was diese Frau vor gut 50 Jahren schon alles wusste - Erkenntnisse, die sich erst jetzt nach und nach durchsetzen. Frau Dr. Budwig war ihrer Zeit ganz klar meilenweit voraus.

Helfen ihre Erkenntnisse Ihnen heute ganz konkret bei Ihrer Arbeit?

Der Schwerpunkt meiner Arbeit als Heilpraktikerin liegt auf Stoffwechsel- und immunologischen Erkrankungen, ein zentraler Bestandteil der Therapien ist immer die Ernährung. Hier gibt es so viele Irrtümer. Zum Beispiel bekommen wir von Kindesbeinen an gesagt: "Kohlenhydrate sind gut, Fett ist schlecht." Dabei ist das schlicht falsch! Wie Frau Dr. Budwig es geschrieben hat: Ungesättigte Fettsäuren wie Omega-3 sind essenziell für unsere Ernährung.

Das wissen viele Ihrer Patienten nicht?

Patienten antworten auf meine Frage nach der Ernährung stets: "Ich ernähre mich gesund!" Und davon sind sie auch überzeugt. Nur leider basiert ihre Einschätzung auf falschen Grundannahmen, zum Beispiel eben dem Verzicht auf alle Fette. Daher informiere ich meine Patienten stets über die Grundzüge der Öl-Eiweiß-Kost. Zudem erhalten Sie von mir das Rezept für das Budwig-Frühstück, die entsprechenden Bücher liegen ebenfalls bei mir in der Praxis aus, und ich rate ihnen, die zentralen Bestandteile - also Leinsamen, Leinöl und Quark - in ihre tägliche Küche zu integrieren. Meine Patienten kommen an dem Thema also nicht vorbei.

Und wer alle Regeln befolgt - bei dem wird alles gut?

Zu mir kommen viele Schwerstkranke, zum Beispiel Krebspatienten, bei denen die Schulmedizin aufgegeben hat. Deren Perspektive ist bei Null. Eine Ernährungsumstellung auf die Öl-Eiweiß-Kost - und schon wird alles gut? Nein, so einfach ist es nicht.

Wenn ich mir einige Homepages oder Internet-Foren anschaue, wird dort aber manchmal schon der Eindruck vermittelt, die Öl-Eiweiß-Kost sei ein Wundermittel - auch gegen Krebs.

Um Himmels Willen! Das möchte ich hier einmal in aller Deutlichkeit klarstellen: Die Öl-Eiweiß-Kost ist kein Wundermittel! Da dürfen keine falschen Hoffnungen geweckt werden.

Was ist denn richtig?

Richtig ist, dass Krebs eine unglaublich vielschichtige Krankheit ist, für deren Heilung es ebenso vielschichtiger Therapiemaßnahmen bedarf. Richtig ist aber auch, dass gesunde Ernährung den Körper stärkt - und die Öl-Eiweiß-Kost so die Gesundung der Patienten unterstützen kann. Aus diesem Grund nimmt die Aufklärung über dieses Thema einen hohen Stellenwert in meiner Arbeit ein.

Wie und wo klären Sie auf?

Ich halte Vorträge in Selbsthilfegruppen oder Volkshochschulen, in denen das Thema umfassend aufgearbeitet wird: Von der Theorie und Fragen wie: "Was sind Fette bzw. Transfette und welche Rolle spielen sie für den menschlichen Körper?" bis hin zur Praxis mit ganz konkreten Tipps, wie sich die Öl-Eiweiß-Kost in das tägliche Leben integrieren lässt.

Die Reaktionen?

Zum einen begeistert, zum anderen bestürzt: Begeistert sind die Zuhörer über ihre neuen Erkenntnisse - bestürzt darüber, von all dem bisher nichts gewusst zu haben. Da sitzen schwerstkranke Menschen im Rollstuhl vor mir und erzählen mir, dass niemals jemand sie über die schädliche Wirkung von Transfetten informiert hat. Und das bestürzt mich wiederum - weswegen ich mich wie gesagt intensiv um Aufklärung bemühe.

So ernst, wie Sie das Thema nehmen, sprechen Sie sicher aus eigener Erfahrung.

Mein Tag beginnt in der Tat mit dem Budwig-Frühstück, und ich verwende ausschließlich Leinöl der höchsten Qualität. Auch bei Fetten bin ich sehr strikt: Bei mir kommt zum Braten keine Margarine in die Pfanne, sondern ausschließlich Kokosfett, zudem verwende ich für die warme Küche das Streichfett "Oleolux". Und ich versuche, nur Obst aus Bioanbau und Fleisch von Weidetieren zu mir ins Haus zu lassen.

Wie geht es Ihnen mit dieser Ernährung?

Wie es der Budwig-Neffe Dr. Armin Grunewald in der Neuauflage des Buches "Die Öl-Eiweiß-Kost" geschrieben hat: Nach der Ernährungsumstellung habe ich bereits nach wenigen Tagen eine positive Veränderung festgestellt! Mir geht es einfach gut, ich fühle mich wohl und bin auch abends - so wie jetzt, nach zehn Stunden Arbeit - noch topfit. Zudem habe ich einige überflüssige Pfunde verloren und halte mein Gewicht seitdem konstant.

Und das alles, weil sie damals im Antiquariat "Die Öl-Eiweiß-Kost" entdeckt haben.

Zum Glück habe ich zugegriffen!

 

 

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