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Osteoporosis - Alterserkrankung Knochenschwund

Osteoporosis

Die Osteoporose ist eine chronische Erkrankung, die oft lange unbemerkt bleibt. Die wenigsten Menschen sind ausreichend darüber informiert und viele schenken ihr wenig Beachtung. Deshalb findet auf Initiative der WHO jedes Jahr am 20. Oktober der Weltosteoporose-Tag statt. Dieses Jahr steht der Weltosteoporose-Tag unter dem Motto "Wir machen uns stark! - Weiche Schale, harter Kern”. Die Botschaft richtet sich besonders an Frauen über 50 Jahre und soll darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, auf seine Knochengesundheit zu achten.

Jeder Mensch verliert mit zunehmendem Alter an Knochendichte und somit auch an Knochenstärke. Bei Frauen beschleunigt sich der Knochenschwund im Zusammenhang mit der hormonellen Umstellung im Zuge der Wechseljahre besonders. Deshalb sind Frauen nach der Menopause häufiger (80%) von Osteoporose betroffen als Männer (20%).

In Deutschland leidet etwa ein Viertel der Bevölkerung von über 50 Jahren an dieser Erkrankung. Damit ist die Osteoporose in Deutschland eine der häufigsten Erkrankungen. Mit enormen sozialen Folgen: Jedes Jahr erleiden 4 bis 5 % aller Osteoporose-Patienten eine Fraktur. Viele der meist älteren Patienten bleiben in ihrer körperlichen Beweglichkeit eingeschränkt oder sogar dauernd pflegebedürftig.

Osteoporose-Betroffene sind häufig beschwerdefrei, bis sie in alltäglichen Situationen, d.h. während des Sitzens, Stehens, Gehens oder beim Heben schon kleiner Gewichte, eine Wirbelkörper- oder Oberschenkelhalsfraktur erleiden. Andere berichten über chronische Rückenschmerzen und Muskelverspannungen, verursacht durch Wirbelkörperverformungen und die daraus resultierende Veränderung der Körperstatik. Infolge dessen zeigt sich auch das typische Bild des so genannten “Witwenbuckels” mit einer zunehmenden Vorwölbung des Bauches ohne Gewichtszunahme. Ein weiteres typisches und sehr augenscheinliches Merkmal der Erkrankung Osteoporose ist das Nachlassen der Körpergröße und einer damit einhergehenden vermehrten Faltenbildung am Rücken, dem so genannten “Tannenbaumeffekt”

Ursachen der Osteoporose

Die Ursachen der Entstehung einer Osteoporose können sehr vielschichtig sein. Man unterscheidet zwischen der primären und der sekundären Osteoporose.

Die häufigste Ursache der primären Osteoporose ist der Östrogenmangel und der damit einhergehenden vermehrten Aktivität des Knochenabbaus bei Frauen in und nach der Menopause. Darüber hinaus kommt es bei 50 % aller über 70-jährigen zu einem erniedrigten Knochenumsatz. Männer sind von der primären Osteoporose deutlich weniger betroffen.

Insgesamt seltener, aber bei Männern häufiger, ist die sekundäre Osteoporose. Die wichtigsten Ursachen hierfür sind Langzeitbehandlungen mit Glukokortikoiden, Diabetes mellitus, Hyperthyreose, Alkoholismus, Mangelernährung, Tumoren und Bewegungsmangel. Auch genetische Faktoren und damit ein gehäuftes Auftreten von Osteoporose innerhalb der Familie wird als Ursache vermutet.

Risikofaktoren für die Entwicklung einer Osteoporose sind Genussgifte wie Alkohol, Nikotin und Koffein, die sich ausgesprochen ungünstig auf den Knochenstoffwechsel auswirken. Das im Kaffee enthaltene Koffein erhöht beispielsweise die Calciumausscheidung über den Urin. Alkohol im Übermaß fördert im Körper die Bildung von Stoffen, die das Knochenaufbau-Vitamin D vernichten. Außerdem wird beim Abbau von Alkohol im Körper Parathormon verbraucht, das die Aufnahme von Calcium steuert. Ein regelmäßiger Verzehr von mehr als 30 g Alkohol täglich über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren, kann sehr schnell zu einer Osteoporose führen. Auch Rauchen verursacht eine mangelnde Versorgung des Knochengewebes und schädigt so den Skelettapparat. Aus medizinischen Forschungsarbeiten geht hervor, dass der jährliche Knochenverlust bei Rauchern etwa doppelt so hoch ist, wie bei Nichtrauchern.

Der Verzehr phosphatreicher Lebensmittel wie z.B. Cola, Wurst, Schmelzkäse und Fertiggerichte sollten vermieden werden, da Phosphate die Resorption von Calcium im Darm sowie die Knochenmineralisation hemmen. Übermäßige Diäten und der Missbrauch von Abführmitteln können ebenfalls zur Mangelversorgung mit Calcium und Vitamin D führen, und daher die Entstehung einer Osteoporose begünstigen.

Osteoporose-Therapie - Verantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen!

Osteoporose ist heute keine schicksalhafte Erkrankung mehr. Durch einen gesunden Lebensstil kann jeder dazu beitragen, dass seine Knochen lange stark und flexibel bleiben. Eine optimale Osteoporose-Therapie und auch die Prophylaxe ist in jedem Fall langfristig anzulegen und erfordert von den Betroffenen ein großes Maß an Eigenverantwortung und Aktivität. Die medikamentöse Therapie ist nur ein Baustein in der Behandlung der Osteoporose. Eine Umstellung  auf eine vitalstoffreiche Ernährung und regelmäßige Bewegung spielen für die Knochengesundheit eine ganz entscheidende Rolle.

Eine vitalstoffreiche Vollwertkost mit viel Obst und Gemüse, bevorzugt aus kontrolliert biologischem Anbau, versorgt den Körper mit der nötigen Menge an Vitaminen und Calcium, die für einen gesunden Knochenstoffwechsel nötig sind.

Kieselsäurehaltige Lebensmittel, wie z.B. Vollkorngetreide (v.a. Gerste, Hafer), grünes Gemüse mit hohem Ballaststoffgehalt (z.B. grüne Bohnen, Porree), Kräuter (z.B. Petersilie), Wildkräuter (z.B. Ackerschachtelhalm) und Obst (z.B. Bananen und Johannisbeeren) unterstützen die Einlagerung von Calcium in den Knochen, da Kieselsäure den Calciumstoffwechsel günstig beeinflust.

Calcium ist ein Mineralstoff der die Knochen stärkt und dort in großen Mengen eingebaut wird. Ohne diesen Stoff hätten Knochen keine Festigkeit und könnten ihre Stützfunktion nicht ausüben. Mit ca. 1 kg in der Körpermasse eines Erwachsenen, steht Calcium mengenmäßig an der Spitze aller Mineralstoffen. Calcium wird aber auch bei vielen Vorgängen in unseren Körperzellen (Blutgerinnung, Reizübertragung in Nervenzellen, Aktivierung von Hormonen und Enzymen) benötigt und bei Bedarf wieder aus den Knochenzellen herausgelöst. Damit der Körper nicht permanent auf das gespeicherte Calcium in den Knochen zurückgreifen muss, sollte ausreichend Calcium mit der täglichen Ernährung zugeführt werden. Um Calcium in der empfohlenen Menge von täglich 1000 mg aufzunehmen, sind calciumreiche Lebensmittel wie grünes Gemüse (z.B. Broccoli), Sprossen, Saaten (z.B. Sesamsaat), Milchprodukte (z.B. Quark) und Vollkorngetreide zu empfehlen. Die täglich verzehrte Menge sollte dabei aber 1500 mg Calcium nicht überschreiten!

Ein Zuviel an eiweißreichen Lebensmitteln wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier und auch Milchprodukten sollte gemieden werden, da sie zu einer Übersäuerung des Organismus führen können und die Fähigkeiten des Körpers, Calcium zurück zu halten, einschränken. Außerdem benötigt der Organismus Calcium zur “Neutralisation” einer Übersäuerung, was er, sofern nicht mit der Nahrung in ausreichendem Maße zugeführt, aus den Knochen abzieht. Daher wird die Empfehlung, den Calciumbedarf über größere Mengen an Milchprodukten, wie z.B. Kuhmilch und Käse, zu decken, kontrovers diskutiert. Die tägliche Menge an Magerquark, wie Dr. Budwig sie im Rahmen ihrer Öl-Eiweiß-Kost empfahl, stellt dabei eine vertretbare Menge dar. Vor allem, wenn die Quark-Leinöl-Creme in Kombination mit reichlich Basen bildendem frischen, reifen Obst oder auch Gemüse verzehrt wird.

Damit der Körper das mit der Nahrung zugeführte Calcium über die Darmschleimhaut überhaupt aufnehmen und in die Knochen einbauen kann, benötigt er Vitamin D. Vitamin D kann in geringem Maße über die Nahrung zugeführt werden, z.B. über fetten Fisch und Eigelb. Darüber hinaus kann der Körper Vitamin D selber bilden. Dafür ist er auf die Sonne angewiesen, deren ultraviolette Strahlung dem Körper hilft Vitamin D zu synthetisieren. Das heißt, regelmäßige Aufenthalte im Freien sind die Voraussetzung für eine ausreichende Bildung von Vitamin D. Leider reicht die Intensität der ultravioletten Strahlung  in unseren Breiten in der dunkleren, kalten Jahreszeit nicht aus, um ausreichend Vitamin D zu bilden. Daher kann es erforderlich sein, den individuellen Vitamin D-Spiegel zu messen und eventuell Vitamin D über ein Präparat zu substituieren.

Bekanntermaßen löst ein Östrogenmangel Mineralverluste am Knochen aus. Bei Frauen beschleunigt sich daher der Knochenschwund im Zusammenhang mit der hormonellen Umstellung im Zuge der Menopause. Zur sanften Regulierung des weiblichen Hormonhaushaltes kommt Hilfe aus der Natur in Form von Phytoöstrogenen. Phytoöstrogene gehören zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe und lassen sich in drei große Gruppen unterteilen: die Isoflavone (z.B. in Soja), die Lignane (z.B. in Leinsamen) und die Coumestane (z.B. in Rotklee). Phytoöstrogene haben eine große strukturelle Ähnlichkeit mit der chemischen Zusammensetzung des körpereigenen Östrogens und helfen, den in den Wechseljahren sinkenden Östrogenspiegel, auszugleichen. Typische Wechseljahresbeschwerden wie Schlafstörungen, Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen können so abgemildert werden. Gleichzeitig wird den Phytoöstrogenen eine positive Wirkung auf das Knochensystem zugesprochen. Der Östrogenrezeptor beta wird durch die Phytoöstrogene aktiviert und trägt so zu einem Knochen schützenden Effekt bei.

Das Knochengerüst bleibt nur dann stabil und fest, wenn man sich regelmäßig bewegt. Der Knochen ist ständigen Auf- und Abbauprozessen unterworfen. In der Bewegung wird die Knochenhaut durch den Zug, den die Muskulatur auf den Knochen ausübt, gereizt. Dadurch wird der Körper angeregt, mehr in den Knochaufbauprozess zu investieren (Osteoblasten). Bewegen wir uns zu wenig, bleibt dieser Reiz aus und der Knochenabbau überwiegt (Osteoklasten).

Dabei ist es ganz leicht mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren: öfter mal das Auto stehen lassen, Wegstrecken zu Fuss oder mit dem Fahrrad zurücklegen und die Treppe dem Fahrstuhl bevorzugen. Geeignet sind darüber hinaus Ausdauersportarten wie Walken, Radeln, Wandern, dem individuellen Fitnesslevel entsprechend, am besten in der Gruppe ausgeübt, damit der Spaßfaktor nicht zu kurz kommt. So bleibt die Motivation, sich regelmäßig zu bewegen, langfristig erhalten.

Im nachfolgenden Artikel dieses Newsletters finden Sie eine aktuelle Studie, die den Zusammenhang zwischen Knochengesundheit und lebenslanger Bewegung bestätigt.

Mit einem knochengesunden Lebensstil sollte, im Sinne der Prävention, so früh wie möglich begonnen werden. Möglichst schon in der Kindheit, denn der Körper baut Knochenmasse bis zum 25. Lebensjahr auf. Hier wird der Grundstein gelegt, von dessen Volumen dann das ganze Leben lang gezehrt werden kann.

Wenn Sie das Thema “Osteoporose” lesend vertiefen möchten, haben wir am Ende dieses Newsletters eine Literaturempfehlung für Sie.

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