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Liebe, Glück und Biochemie

Kennen Sie das auch? Situationen, in denen man sich mit allen Sinnen voll und ganz auf den Moment einlässt und einfach glücklich ist. Glücksgefühle überraschen uns, häufig sind sie jedoch flüchtig und jeder von uns hätte gerne mehr davon. 

Wie in der Liebe, so auch im Glück, werden wir - zugegeben ziemlich unromantisch - von unserer Biochemie gesteuert. Das bedeutet aber auch: Wir sind unseren Gefühlen nicht hilflos ausgeliefert. Wenn wir im wahrsten Sinne des Wortes unseres Glückes Schmied sein möchten, können wir die Biochemie der guten Gefühle aktiv beeinflussen – über die Nahrung. Insbesondere die Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) sowie Vitamin D spielen in diesem Zusammenhang bedeutende Rollen.


Wir halten unser Glück in den Händen – zumindest teilweise. Über die Ernährung lässt sich die Biochemie der guten Gefühle beeinflussen.

Glück fühlt sich nicht nur gut an – es gibt wissenschaftliche Studien, die zeigen, dass glückliche Menschen auch seltener krank werden.

Serotonin – das “Glückshormon”

Serotonin, biochemisch 5-Hydroxy-Tryptamin und im Volksmund “Glücks-” oder “Wohlfühlhormon” genannt, ist ein Neurotransmitter. Als Botenstoff überträgt er in unserem Nervensystem Informationen von einer Nervenzelle zur anderen. Serotonin findet sich sowohl im zentralen als auch im peripheren Nervensystem sowie in unseren Blutplättchen und in Zellen des Magen-Darm-Trakts. 
Es steuert viele verschiedene Prozesse im Körper, so hat es zum Beispiel Einfluss auf unseren Schlaf-Wach-Rhythmus, die Körpertemperatur, unseren Appetit und die Schmerzbewertung – aber auch auf unsere Stimmung und unser Glücksempfinden. Serotonin erzeugt Gelassenheit und Souveränität, schafft inneren Abstand und lässt uns die Kontrolle behalten.


Einfluss von Omega-3 und Vitamin D

Die Zusammenhänge von Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D im Serotonin-Stoffwechsel wurden unter anderem von den kalifornischen Wissenschaftlern Rhonda Patrick und Bruce Ames 2015 aufgezeigt. (Vitamin D and the omega-3 fatty acids control serotonin synthesis and action, part 2: relevance for ADHD, bipolar disorder, schizophrenia, and impulsive behavior; Rhonda P. Patrick Bruce N. Ames). 

Vitamin D unterstützt die Serotonin-Synthese. Es steuert die Produktion von Serotonin aus der Aminosäure Tryptophan. Omega-3-Fettsäuren benötigen wir, damit Serotonin im Gehirn wirksam werden kann. Die Omega-3-Fettsäure DHA ist dabei für die Aktivität der Serotonin-Rezeptoren in den Zellmembranen der Gehirn- und Nervenzellen verantwortlich. Ohne aktive Serotonin-Rezeptoren könnte das Serotonin seine positive Wirkung nicht entfalten. Die Omega-3-Fettsäure EPA wiederum initiiert die Freisetzung von Serotonin aus den Neuronen.

Serotonin findet sich zu einem großen Teil in unseren Nervenzellen.

Bunt, frisch, abwechslungsreich und mit guten Fettsäuren: So macht Essen glücklich!

Gesundheit von Körper und Seele

EPA und DHA sind wahre Alleskönner. Warum? Sie sind feste Bestandteile jeder einzelnen Körperzelle. Und so nehmen sie Einfluss auf fast alle Körperfunktionen. Ein sehr wichtiger Bereich ist die Auflösung von Entzündungen. Entzündungen können zu niedrigeren Neurotransmitter-Spiegeln führen, die Menschen möglicherweise für Depressionen prädisponieren. Eine entzündungshemmende Ernährung, reich an Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D und weiteren Mikronährstoffen aus dem Garten der Natur, schafft die Grundlage für unser Wohlgefühl. 
Schon Dr. Johanna Budwig hat die Gesundheit von Körper und Seele von einer guten Versorgung mit gesunden Fettsäuren abhängig gemacht. Für sie waren diese elektronenreichen aktiven Fettsäuren Vermittler zu unseren Glücksgefühlen. Machen auch Sie die Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D zu Ihren Verbündeten und nehmen Ihre Gesundheit in die eigenen Hände!

„Elektronenreiche Nahrung bedeutet Vermehrung des Glücksgefühls.“ 

(Dr. Johanna Budwig, „Fette als wahre Hilfe”, S. 30)