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Persönliches Wohlbefinden mit intuitiver Ernährung 

Ein Interview mit Health Coach Nadine Hüttenrauch

Liebe Frau Hüttenrauch, in Ihrem Buch “Achtsam essen, gesund leben” erläutern Sie die verschiedenen Pfeiler, auf denen Ihre intuitive Ernährungs- und Achtsamkeitslehre beruht. Sie demonstrieren auf 153 Seiten, wie wohltuend es ist, mit allen Sinnen zu schmecken, das Essen bewusst wahrzunehmen und sich achtsam zu ernähren. Sie beziehen sich dabei explizit auf die Achtsamkeitslehre der Jon-Kabat-Zinn-Methode.Wieso ist diese Methode sinngebend für Ihr Buch geworden?

Nadine Hüttenrauch: In einer Gesellschaft, in der es mehr und mehr darum geht, sich zu verbessern, zu optimieren und mehr zu erreichen, hat Jon Kabat-Zinn für mich einen zentralen Satz gesagt: „As long as you are breathing, there is more right with you, than there is wrong with you“. Frei übersetzt: „So lange Du atmest, ist mehr mit Dir richtig, als falsch.“

Was passiert, wenn wir uns ständig versuchen zu optimieren? Nie zufrieden mit uns sind? Wenn wir dauerhaft nach einem Wunschzustand in der Zukunft streben? Wir verlieren den Zugang zu uns selbst. Wir vergessen uns zu fragen: Was brauche ich jetzt gerade, was braucht mein Körper? Wir verlieren den Zugang zum jetzigen Moment, dem Moment, in dem das Leben stattfindet. Dem einzigen Moment, in dem wir tatsächlich etwas verändern können.

Es gibt ganz viele Gründe, warum Achtsamkeit nach Jon Kabat-Zinn für mich sinngebend für mein Buch war – wie die Wissenschaftlichkeit, auf der der Ansatz beruht, die Zugänglichkeit zu Achtsamkeit in der westlichen Welt, genauso wie das Lernen durch Erfahren. Vor allem aber das Zurückfinden zu sich selbst, das Zuwenden zu den eigenen Bedürfnissen, das Bestärken des (Selbst)Bewusstseins und das Hören auf die innere Weisheit sind für mich sinngebende Elemente für meinen Ansatz im Bereich Ernährung und Wohlbefinden und damit auch für mein Buch geworden.

Wie bestimmt die Achtsamkeit Ihren Alltag? Wie integrieren Sie Achtsamkeit? Welche Rituale gibt es?

Nadine Hüttenrauch: Das „größte“ Ritual ist wohl meine tägliche Meditation. Zum Beispiel in Form einer Sitzmeditation oder des sogenannten Body-Scans, was im Prinzip achtsame Körperwahrnehmung ist. Dabei fokussiere ich mich auf etwas Bestimmtes, zum Beispiel den Atem, den Körper oder den Geist, oder weite mein Gewahrsein für was auch immer sich in diesem Moment zeigt. Viele denken, dass Meditation gleich bedeutet, den Kopf frei bekommen zu müssen. Doch statt zu versuchen, möglichst wenig zu denken, geht es vielmehr darum, das wahrzunehmen, was gerade da ist – selbst wenn es ein sehr aktiver Geist ist. Sich dem jetzigen Moment, in welcher Form auch immer er erscheint, zuzuwenden.

Und genau das ist auch die Art und Weise, wie Achtsamkeit im Rest meines Alltags erscheint: Mich bewusst dem, was ist, zuzuwenden und zwar mit einer wohlwollenden Haltung. Und so lasse ich Achtsamkeit in so viele alltägliche Tätigkeiten einfließen, wie möglich - zum Beispiel beim Duschen, Abspülen, den Weg zur Arbeit, im Gespräch mit anderen, beim Kochen oder eben Essen.

Durch die Meditation stärke ich meine Achtsamkeit, durch den Rest des Lebens lebe ich sie. Auch ich bin nicht in jedem einzelnen Moment völlig präsent und bewusst, doch ich merke immer mehr, wenn ich es nicht bin.

In Ihrem Buch sprechen Sie die “Rosinenübung” an, könnten Sie uns diese genauer erläutern?

Nadine Hüttenrauch: Die Rosinenübung ist eine der ersten Übungen, die im Rahmen des 8-Wochen Mindfulness-Based Stress Reduction Kurses (zu deutsch: achtsamkeitsbasierte Stressreduktion, kurz: MBSR) nach Jon Kabat-Zinn gelehrt wird und die auch eine der praktischen Übungen in meinem Buch ist. Sie soll unter anderem zeigen, dass Achtsamkeit nicht einfach nur das Stillsitzen auf einem Kissen ist. Durch die Übung wird erfahrbar, wie alltägliche Tätigkeiten – wie das Essen – zu Momenten der Achtsamkeit werden können.

Denn so häufig „passiert“ Essen heutzutage nebenbei oder ohne jegliche Aufmerksamkeit dem gegenüber, was vor uns auf dem Teller liegt oder in unseren Körper gelangt. Die möglichen Folgen: Es wird über den tatsächlichen Energiebedarf hinaus gegessen, Bekömmlichkeiten werden nicht erspürt, das Essen ist weniger befriedigend und Freude und Genuss gehen verloren. Dabei ist das „Wie wir essen“ ein mindestens genauso wichtiger Aspekt einer gesunden Ernährungsweise wie das „Was wir essen“.

Die Rosinenübung zeigt das „Wie“ – achtsam zu essen – im Kern auf. Auch wenn wir vielleicht schon hunderte Male eine Rosine gesehen oder gegessen haben, betrachten wir sie bei der Übung so, als ob wir sie zum ersten Mal sehen, riechen, schmecken und fühlen würden. Wir erkunden sie ganz bewusst mit allen Sinnen. Das schafft eine ganz andere Nähe zu dem Lebensmittel.

Die Erfahrung dabei kann natürlich ganz individuell sein. So mag der eine Rosinen, während der andere eine Aversion dagegen hat. Während dieser Achtsamkeitspraxis werden daher auch andere Aspekte, wie unter anderem die innere Haltung gegenüber der Nahrung oder die Gedanken rund um Essen, wahrgenommen.

Welcher Leitgedanke war entscheidend für Sie, ein Buch zu schreiben?

Nadine Hüttenrauch: Für das Buch und in meiner Arbeit als Trainerin und Coach ist mir eines wichtig: Ich möchte Menschen befähigen, sich wieder mehr mit sich selbst und ihrer eigenen Weisheit zu verbinden, um dadurch herauszufinden, was sie ganz persönlich brauchen, um sich wohl zu fühlen und zufrieden zu sein.

In Ihrem Vorwort berichten Sie darüber, dass Sie als Kind kaum intuitiv gegessen haben, sondern dass es hauptsächlich Weißbrot mit Butter, Nudeln und Fleisch gab. Wie ist es zu diesem Sinneswandel bei Ihnen gekommen?

Nadine Hüttenrauch: Ich würde gar nicht sagen, dass ich als Kind nicht intuitiv gegessen habe. Auch wenn ich Weißbrot und Nudeln als Hauptnahrungsmittel natürlich nicht gerade als „gesund“ bezeichnen würde, waren sie vielleicht das, was ich zu diesem Zeitpunkt brauchte oder zumindest gut vertragen habe.

Der Sinneswandel hin zu einer intuitiven Ernährungsweise kam eher nach einer Zeit, in der ich verkrampft mit Essen umging. Ich hatte damals begonnen, mich bewusster zu ernähren. Doch das, was mir zunächst guttat, kippte in dem Moment, als ich mir mehr und mehr Regeln auferlegte, um möglichst „gesund“ zu essen. Irgendwann wurde es zu viel: Essen war weniger Genuss, sondern vielmehr eine Liste an Regeln. Als ich das bemerkte, entschied ich mich dafür, sämtliche Regeln über Bord zu werfen und bewusster in die Intelligenz und Weisheit meines Körpers hineinzuhorchen: Was brauche ich gerade? Was tut mir gut? Übrigens sind Nudeln auch heute noch das, wonach mir ist, wenn es mir vom Magen her nicht so gut geht.

Was möchten Sie Eltern mitgeben, die die Achtsamkeitsmethode auch in ihren Alltag integrieren und an ihre Kinder weitergeben wollen?

Nadine Hüttenrauch: Ich selbst habe noch keine Kinder und kann die Frage daher vielleicht nicht vollumfänglich beantworten. Dennoch würde ich an dieser Stelle mitgeben, dass das Vorleben aus meiner Sicht ein sinnvoller und fruchtbarer Weg ist. Denn so war es auch bei mir.

In meiner Kindheit war es so, dass ich die Bio-Dinkel-Brötchen, die Vollkornnudeln und das viele Gemüse, das mir angeboten wurde, verschmähte. Doch das Vorleben meiner Eltern hat mir zu einem späteren Zeitpunkt den Zugang zu gesunden Lebensmitteln und einer ausgewogenen, naturbelassenen Küche erleichtert.

Und wenn Sie einmal darüber nachdenken: Kinder lernen von uns und schauen sich Verhaltensweisen ab - gerade im frühen Kindesalter. Was leben Sie als Eltern vor? Wie oft sind Sie am Handy, wie viel Zeit wird am Computer oder vorm Fernseher verbracht? Wie sind die Essroutinen und -rituale? Wie viel Zeit wird sich füreinander genommen – um achtsam miteinander zu sein? Und so weiter …

Die Budwig Ernährung steht für Achtsamkeit und eine gesunde Lebensweise. Hier spielen besonders die ungesättigten Omega-3- Fettsäuren eine entscheidende Rolle. In Ihrem Buch gibt es diesbezüglich tolle und einfache Rezepte. Inwiefern passen die Budwig Ernährung und Ihr Credo der intuitiven Ernährung und des achtsamen Essens zusammen?

Nadine Hüttenrauch: Aus meiner Sicht passen die Budwig Ernährung und auch mein Ansatz einer intuitiven und achtsamen Ernährungsweise an vielen Stellen zusammen. Das sind zum einen die Grundpfeiler einer insgesamt gesunden und ausgewogenen Ernährungsweise sowie der Fokus auf Naturbelassenheit, Nährstoffreichtum und Qualität der Lebensmittel, um sich und dem Körper damit Gutes zu tun. Zum anderen der ganzheitliche Blick auf das Wohlbefinden, das Achten individueller Bedürfnisse, genauso wie Freude und Genuss am Essen - und im Leben insgesamt.

Mit dem Ansatz des achtsamen Essens geht es mir darum, einen Weg zu einem gesunden Ernährungs- und Lebensstil aufzuzeigen, Bewusstsein dafür zu schaffen, was Körper und Geist guttut, und den Menschen dazu zu befähigen, für sich und das eigene Wohlbefinden zu sorgen. Von meinem Verständnis her, schafft die Budwig Ernährung einen ähnlichen Zugang zu Gesundheit und Wohlbefinden, während sie, was die Fette, einzelne Nährstoffe und Wirkweisen angeht, mehr in die Tiefe geht. Ich bewundere diesen Tiefgang, genauso, wie die Hingabe und Leidenschaft, mit der Dr. Johanna Budwig sich dem Thema Fette, gesunde Ernährung und Wohlbefinden gewidmet hat.

Vielen Dank!

Nadine Hüttenrauch möchte Menschen helfen, den Weg zu einem gesünderen Leben zu finden

Ihr Buch "Achtsam essen, gesund leben" gibt es direkt beim Christian Verlag.

Kurz erklärt: "Jon Kabat-Zinn Methode":

Die Jon Kabat-Zinn Methode oder auch Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR) beinhaltet eine achtsamkeitsbasierte Stressreduktion. Diese Methode enthält Übungen der achtsamen Körperwahrnehmung und trainert den Körper und Geist zu mehr Sensibilität und Wohlbefinden.