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Interview mit Jost Oltmanns

Mit Leidenschaft für beste Rohstoffe

Interview mit Jost Oltmanns, Projektleiter Anbau bei Dr. Johanna Budwig


Dr. Johanna Budwig war Zeit ihres Lebens viel in Nordamerika unterwegs und bewertete die dort zu findende Leinsaat als qualitativ hochwertig. Nun lassen wir von Dr. Johanna Budwig vermehrt in Deutschland anbauen. Warum sind wir zu diesem Schritt übergegangen?

Jost Oltmanns: In der heutigen Zeit ist die Qualität von Rohstoffen ein noch viel größeres Thema als zu Lebzeiten von Dr. Johanna Budwig. Sind Rohstoffe qualitativ nicht von bester Qualität, so kann auch das daraus entstandene Produkt nicht hochwertig sein. Wir von Dr. Johanna Budwig haben uns ebenfalls, wie Frau Budwig es gefordert hätte, hohe Qualitätsstandards auferlegt und möchten sowohl die Qualität unserer Produkte als auch unseren ökologischen Fußabdruck noch weiter verbessern.

Bei der Qualität spielt die Frische der Leinsaat eine entscheidende Rolle. Durch den Anbau in Deutschland haben wir kurze Wege und können die Leinsamen zeitnah verarbeiten. Zusätzlich profitieren wir durch den engen Austausch mit den ansässigen Landwirten von deren Know-How bezüglich der Eigenschaften und Anforderungen einer Leinpflanze. Die daraus folgenden Ergebnisse stehen dann für die Qualität der Leinsaat.

Welche Regionen in Deutschland kommen für den Ölleinanbau in Frage?

Jost Oltmanns: Diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten. Allein aufgrund der langen Fruchtfolge liegt ein großer Bedarf an Flächen vor. Zunächst gilt es daher zu schauen, wo man überhaupt eine entsprechende Anzahl bzw. Größe an Anbauflächen findet. Dies ist in Deutschland nicht ganz einfach.

Zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern oder auch in Brandenburg, beides Regionen mit einem milden Klima und leichten, sandigen Böden, findet man optimale Voraussetzungen für den Anbau. Traditionell wurde dort früher schon Öllein angebaut, dies ist nur in Vergessenheit geraten. Es geht heute in der Landwirtschaft auch viel darum, altes Wissen zu aktivieren und neu in die Zeit zu interpretieren.

Was macht die Ölleinpflanze ökologisch so wertvoll?

Jost Oltmanns: Die Leinpflanze selber hat keine hohen Düngungsanforderungen. Zudem werden durch die einzuhaltenden Fruchtfolgen die Böden nicht durch stets wiederkehrende Monokulturen ausgelaugt. Die Felder müssen nach einer Leinsamenernte über fünf bis sechs Jahre immer wieder mit anderen Pflanzen bestellt werden oder brach liegen, bevor erneut Lein angebaut werden kann.

Zudem besitzt die Ölleinpflanze eine besonders starke Wurzel, die in der Lage ist, Bodenverdichtungen zu lockern. Dies führt zu einer verbesserten Beschaffenheit des Bodens, wie z.B. einer erhöhten Wasseraufnahmekapazität.

Nach der Ernte verbleibt die bis zu 1,2 m lange Wurzel im Boden. Sie dient damit als natürlicher, organischer Dünger. Durch diesen Ressourcen schonenden Kreislauf wird der Boden wieder mit Nährstoffen versorgt und bietet eine gute Grundlage für nachfolgende Pflanzen und Tiere.

Wie wird der Anbau der Leinsaat von Dr. Johanna Budwig begleitet?

Jost Oltmanns: Gemeinsam mit den Landwirten treffen wir von Dr. Johanna Budwig die Auswahl der optimalen Anbauflächen, um z.B schädliche Umwelteinflüsse (konventioneller Anbau, vielbefahrene Straßen) zu vermeiden.

Die Zusammenarbeit mit den Landwirten ist dabei ein tolles Gemeinschaftsprojekt und vereint das Wissen aus der landwirtschaftlichen Urproduktion mit unserem Wissen bezüglich der Lebensmittelproduktion.

Wie ist der Weg der Leinsaat nach der Ernte?

Jost Oltmanns: Der geerntete Öllein wird so schnell wie möglich aufgereinigt und der natürliche Besatz von Beikräutern wie z.B. Kamille, wilde Möhre, weißer Gänsefuß entfernt, denn diese beeinträchtigen den Geschmack der Leinsamen. Wir begleiten die gesamte Aufbereitung und ziehen an relevanten Stellen Rückstell- sowie Analysemuster. Anschließend holen wir die Rohware zur Weiterverarbeitung schnellstmöglich bei den Landwirten ab, damit diese in unser eigenes Saatgutlager gelangt. So schaffen wir es, eine größtmögliche Qualität zu erzielen.

Vielen Dank, Herr Oltmanns!

Jost Oltmanns, Dr. Johanna Budwig


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