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Diabetes mellitus - ein gewichtiges Problem

Diabetes-Mellitus

Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung mit einem erhöhten Blutzuckerspiegel. Zu unterscheiden sind zwei Formen des Diabetes. Der Diabetes Typ 1 beginnt üblicherweise im Jugendalter und beruht auf der Zerstörung der Insulin-produzierenden Zellen. Von Diabetes Typ 2 sind heute vielfach Erwachsene betroffen, gelegentlich auch stark übergewichtige Kinder jeder Altersgruppe. Betroffene haben ein erhöhtes Risiko für zahlreiche Folge- oder Begleiterkrankungen. Dazu gehören Herzinfarkt, Schlaganfall, Bluthochdruck oder Krebs. Auch die Lebensqualität ist vermindert.

Zu den Ursachen von Diabetes Typ 2 gehören u.a. falsche Ernährung und Bewegungsmangel. Die Folge sind Bluthochdruck und erhöhte Blutfette, eine gestörte Insulinwirkung und Übergewicht. So lecker süße Sachen auch schmecken, Tatsache ist: Bei allzu fülligen Menschen ist Diabetes Typ 2 vielfach vorprogrammiert. Die unheilvolle Formel lautet: Fehlernährung + Bewegungsmangel = Übergewicht = Diabetes. Eine gesundheitsorientierte Kost und viel Bewegung können Übergewicht verhindern bzw. reduzieren und damit auch das Risiko senken, an Diabetes zu erkranken.

Das Beste wäre, übermäßige Leibesfülle durch frühzeitiges Eingreifen überhaupt zu vermeiden. Frühzeitig bedeutet hier: bereits beim ungeborenen Kind. Denn übergewichtige Schwangere gebären häufig besonders schwere Kinder. Ernährt sich die Mutter zu kalorienreich, wächst der Fötus sehr schnell und wird falsch geprägt. Dann ist es zum dicken Kind und schließlich zum übergewichtigen Erwachsenen mit allen gesundheitlichen Folgen nicht mehr weit.

Ernährungswissenschaftler gehen davon aus, dass die Entwicklung des kindlichen Fettgewebes von der Art der Fettsäuren beeinflusst wird, die die Mutter zu sich nimmt. Besonders vorteilhaft ist die Aufnahme von ausreichend Omega-3-Fettsäuren während der Schwangerschaft. Die Omega-3-Fettsäuren sind nicht nur u. a. für die Entwicklung von Gehirn und Nerven des Ungeborenen wichtig, sondern verhindern offenbar auch ein übermäßiges Wachstum seiner Fettzellen.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren schützen vor Diabetes mellitus und dessen Folgeerkrankungen

Diabetes mellitus geht mit einer gestörten Insulinwirkung einher. Dadurch schafft es das Insulin zunehmend schlechter, die Glucose aus dem Blut in die Zellen zu schleusen, in denen sie verbrannt oder gespeichert wird. Die Zellen werden resistent gegen die Insulinwirkung.
Hier kommen die mehrfach ungesättigten Fettsäuren ins Spiel. Omega-3-Fettsäuren steigern die Bindungsstellen für Insulin auf der Zelloberfläche und erhöhen die Affinität des Insulins zu diesen Stellen, was zur Senkung der Insulinresistenz beiträgt. Zudem schützt insbesondere die Omega-6-Fettsäure Gamma-Linolensäure, wie sie natürlicherweise in Borretschöl vorkommt, durch seine entzündungshemmende Wirkung, die Gefäße. Das führt zu einer verbesserten Durchblutung der Organe und auch des Gewebes der Peripherie. Gefürchteten Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus wie Nervenschädigungen, schlecht heilenden Wunden, Einschränkungen des Sehens bis zur Erblindung und des Versagens der Nierenfunktion, kann so vorgebeugt werden.

Aktuelle Studien liefern neue Belege

Ein internationales Forscherteam an der neuseeländischen Massey University Auckland belegt in einer neuen Studie an Mäusen: Omega-3-Fettsäuren haben eine positive Wirkung auf den Stoffwechsel. Die Forscher fanden heraus, dass die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren nicht nur das Risiko senkt, an Diabetes Typ 2 und Herzkreislauf-Erkrankungen zu erkranken, sondern im Alter auch die Funktion des Kohlenhydrat- und des Fettstoffwechsels verbessert.

Wie die Ergebnisse zeigen, führt eine an Omega-3-Fettsäuren reiche Ernährung dazu, dass der Körper es besser schafft, Glucose und Fett zu verbrennen und die Energiespeicher in verschiedenen Gewebearten zu regulieren. Dieser Vorgang funktioniert auch bei Menschen, die aufgrund genetischer Prädisposition eher dazu neigen, Gewicht zuzunehmen und damit ein erhöhtes Risiko für Diabetes und kardiovaskuläre Erkrankungen haben. Omega-3-Fettsäuren stimulieren hier einen Prozess, der als Insulin-Signalkaskade bezeichnet wird und der die Verwertung des Blutzuckers im Körper fördert. “Unsere Studie ist die erste, die einen direkten Beweis liefert für die spezifische Rolle von Omega-3 im Stoffwechsel”, so Studienleiter Prof. Bernhard Breier in einer Pressemitteilung der Massey University.

Die kontrollierte Zufuhr mehrfach ungesättigter Fettsäuren mit der Nahrung zeigt einen entzündungshemmenden Effekt. Zu diesem Ergebnis kommt ein amerikanisches Forscherteam im Rahmen einer neuen klinischen Studie*.

Bei der Studie erhielten gesunde Probanden über vier Wochen eine kontrollierte, omega-3-reiche Diät, die auch Borretsch-Öl enthielt. Eine Vergleichsgruppe erhielt diese Diät nicht. Anschließend wurde das Blut der Versuchspersonen analysiert, wobei die im Blut enthaltenen Entzündungszellen isoliert und auf die Produktion entzündungshemmender, körpereigener Botenstoffe (sogenannte Prostaglandine) hin untersucht wurden. Deutlich wurde dabei, dass die Entzündungszellen derjenigen Gruppe, der omega-3-reiches Öl zugeführt wurde, deutlich weniger entzündungshemmende Botenstoffe produzierten.

Das Forscherteam fasst zusammen: "Diese Daten zeigen, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren ihre klinischen Effekte durch ihre Fähigkeit entfalten, Signal-Transduktions-Gene und Gene für proinflammatorische Zytokine zu regulieren."

Im englischen Originaltext heißt es dazu: "These data reveal that PUFA may exert their clinical effects via their capacity to regulate the expression of signal transduction genes and genes for proinflammatory cytokines."

Anmerkung: Die englische Abkürzung "PUFA"  steht für "polyunsaturated fatty acids"  (mehrfach ungesättigte Fettsäuren). In der vorliegenden Studie sind damit Omega-3-Fettsäuren gemeint.

* K. L. Weaver., P. Ivester, M. Seeds, L. D. Case, J. P. Arm, F. H. Chilton: Effect of Dietary Fatty Acids on Inflammatory Gene (2009): The Journal of Biological Chemistry, Vol.  284, No. 23: 15400−5407.

Mit Material von:
portal.mytum.de/pressestelle/faszination-forschung/2008nr3/03.pdf/view www.em-tum.de

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