Omega-3 bei Diabetes
Man unterscheidet zwei Formen der Erkrankung Diabetes mellitus: Diabetes Typ-I (etwa 200.000 Fälle) und Typ-II (sechs bis acht Millionen Fälle). Bei beiden Typen ist der Blutzuckerspiegel (Konzentration von Glucose im Blut) stark erhöht. Eigentlich wird er durch die korrespondierenden Hormone Insulin und Glucagon konstant gehalten. Doch wenn das Insulin seine Aufgabe nicht mehr richtig erfüllen kann, oder die Bauchspeicheldrüse nicht mehr genügend Insulin erzeugen kann, steigt der Blutzuckerspiegel an.
Bei Typ-I-Diabetes werden die Zellen, die in der Bauchspeicheldrüse das Insulin herstellen, durch ein fehlgeleitetes Immunsystem abgetötet. Typ-I ist also Folge einer Autoimmunerkrankung und tritt vermehrt im frühen Lebensalter auf. Eine neue Langzeitstudie an 1.770 Kindern hat gezeigt, dass Omega-3 ein erhöhtes erbliches Risiko zur Ausbildung von Typ-I-Diabetes um 55 Prozent senken kann.
Zu den Ursachen von Typ-II-Diabetes gehören u.a. falsche Ernährung und Bewegungsmangel. Daraus resultieren Bluthochdruck und erhöhte Blutfette, eine gestörte Insulinwirkung und Übergewicht. Das Insulin schafft es dann zunehmend schlechter, die Glucose aus dem Blut in die Zellen zu schleusen, in denen sie verbrannt oder gespeichert wird. Die Zellen werden resistent gegen die Insulinwirkung. Omega-3 steigert die Bindungsstellen für Insulin auf der Zelloberfläche und erhöht die Affinität des Insulins zu diesen Stellen, was zur Senkung der Insulinresistenz beiträgt. Zudem schützt Omega-3 durch seine entzündungshemmende Wirkung die Gefäße, steigert die Durchblutung der Organe und des Gewebes und senkt erhöhte Triglyceridspiegel im Blut ab.
Es wird geschätzt, dass auf jede bekannte Erkrankung ein unentdeckter Fall von Typ-II-Diabetes kommt, also bis zu 16 Millionen Deutsche unter Diabetes leiden könnten. Ob bereits diagnostiziert oder noch nicht - eine ausreichende Omega-3-Zufuhr ist also auf jeden Fall eminent wichtig. Nur ein Esslöffel Leinöl pro Tag reicht aus, um den normalen Bedarf zu decken, mit zwei Esslöffeln lässt sich auch der erhöhte Bedarf befriedigen.
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